A. Voraussetzungen

2. Zweitwohnung

Als Zweitwohnung am auswärtigen Beschäftigungsort kommt jede dem Arbeitnehmer entgeltlich oder unentgeltlich zur Verfügung stehende Unterkunft in Betracht. Neben der klassischen Mietswohnung kommen hier z. B. auch eine Eigentumswohnung, ein möb­liertes Zimmer, ein für einen längeren Zeitraum gebuchtes Hotelzimmer oder bei Solda­ten die Unterkunft in der Ka­serne in Betracht.

Das Beziehen der Zweitwohnung muss durch die berufliche Beschäftigung ver­anlasst sein. Die Zweitwohnung muss sich dabei in der Nähe zum Beschäftigungsort befinden, (grundsätzlich) maximal bis zur Hälfte der Entfernung zwischen der Hauptwohnung und dem Beschäftigungsort. Beispiel: Die Entfernung zwischen der Hauptwohnung und dem Beschäftigungsort beträgt 120 km. Die Zweitwohnung darf sich (grundsätzlich) bis zu 60 km vom Beschäftigungsort entfernt befinden.

Eine beruflich veranlasste doppelte Haushaltsführung liegt auch dann vor, wenn der Lebensmittelpunkt aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegt wird und die bisherige Woh­nung am Beschäfti­gungsort aus beruflichen Gründen als Zweitwohnung genutzt wird (sog. Wegverlegungsfälle).

Hinsichtlich der Thematik "Zweitwohnsitzsteuer" verweisen wir auf folgende hilfreiche Website: www.zweitwohnsitzsteuer.de